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Was macht eigentlich “Curiosity”? Mission auf dem Mars erneut verlängert

Was macht eigentlich “Curiosity”?

In den Medien ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden um ihn. Die Rede ist von „Curiosity“, dem Marsrover, der seit seiner spektakulären Landung am 6. August 2012 auf dem roten Planeten nach Spuren von Leben sucht.

Beruhigende Nachricht für seine „Fans“: Curiosity ist weiterhin aktiv und liefert Daten an die Erde. Ursprünglich war es ein auf zwei Jahre befristeter Job. Doch genau wie seine Vorgänger - „Spirit“ und „Opportunity“ - ist auch er länger im Dienst als man jemals gehofft hat.

Curiosity" fährt " solange wie möglich

Nach ursprünglicher Planung bedeutete der zweite Geburtstag auch das Ende der 2,5 Milliarden Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) teuren Mission, aber wegen des großen Erfolgs ist sie längst auf "solange wie möglich" ausgedehnt worden. Auch ein Jahrzehnt auf dem Mars sehen die Wissenschaftler aus dem "Curiosity"-Team inzwischen als nicht mehr abwegig an. Der Rover hat sich zum absoluten Liebling der Forschungswelt entwickelt, hat das zuvor als arg verstaubt geltende Image der NASA aufpoliert und liefert auch noch Erkenntnisse, Bilder und Daten am laufenden Band.

Mehr als 16 Kilometer hat der Kleinwagen-große Forschungsroboter auf dem Roten Planeten inzwischen zurückgelegt, hat Stürme, Computerpannen und Kurzschlüsse überstanden, seinen Laser eingesetzt und Proben von Steinen entnommen, Hunderte Gigabytes an Daten und Zehntausende Fotos zur Erde geschickt. Und das u. a. dank der robusten und zuverlässigen Sensoren von Sensitec, die die Position der Räder, der Aufhängung, des Roboterarms, des Kamerakopfes und der Kommunikationsantenne erfassen. Zur Freude der NASA-Forscher verläuft die Mission seit der Landung nahezu reibungslos - wäre da nicht eine Radpanne, die seit Ende 2013 Sorgen macht. Danach passte das Experten-Team Routen und Fahrweise an, um den Schaden einzudämmen. Die Mission sei weiterhin nicht gefährdet, versichert die NASA.

1,6 Millionen "Curiosity"-Fans bei Twitter

Langfristig soll der Rover, der fast 1,6 Millionen Fans beim Kurznachrichtendienst Twitter hat, den Weg für Menschen auf dem Roten Planeten bereiten. Bislang ist "Curiosity" auf dem Mars noch ziemlich alleine - nur Vorgänger "Opportunity" rollt noch in einiger Entfernung. Für 2020 plant die Raumfahrtbehörde zudem "Curiosity 2.0" hochzuschicken - und "in den 2030ern" dann auch Menschen. "Die Erfolge von 'Curiosity' bringen uns weiter", sagt NASA-Chef Charles Bolden. "Radspuren jetzt führen zu Fußspuren in der Zukunft."


TIPP: Ein Besuch im Smithsonian National Air and Space Museum in Washington, D.C.

Seit März 2015 zeigt das Museum in der „Three Rovers“ Ausstellung die gesamte Flotte der Marserkundungsroboter - in Echtgröße. Drei Generationen: Curiosity, Pathfinder und Opportunity. Sollten Sie die Gelegenheit haben, nach Washington zu reisen, nutzen Sie die Gelegenheit zu einem Besuch im Smithsonian. Das Museum zählt jährlich 7 Millionen Menschen zu seinen Besuchern.

Weitere Informationen: Smithonian

Copyright/Owner: Smithsonian Institution, Photographer: Eric Long